Emmendorf. Es bleibt alles beim Alten: Fußball-Bezirksligist TuS Bodenteich kann gegen den SV Emmendorf nicht punkten, geschweige denn gewinnen.
Selten war die Chance so groß wie bei der 1:2-Auswärtsniederlage am gestrigen Sonntag, um dieser jahrelangen Statistik ein Ende zu setzen.
In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Zunächste scheiterte Kim Winter schon nach 60 Minuten am starken SVE-Keeper David Meyer. Hinrichs freute sich über sein 2:2-Tor zu früh (77.), denn die Niebuhr-Hereingabe war vorher im Aus. Auf der Gegenseite vergaben Francesco Sabatino und Marcel Albry bei den wenigen Entlastungsangriffen Riesenchancen zum 3:1 (80., 81.). In der Nachspielzeit schoss der Bodenteicher Jan Bendig aus fünf Metern übers Tor. „Es ist unverdient, dass wir hier nichts mitgenommen haben“, haderte Fleischer.
Emmendorfs Trainer Achim Otte war indes hocherfreut über dieses Resultat. „Nach einer 0:6-Niederlage ein Spiel zu drehen, finde ich fantastisch.“ Für jede Menge Gesprächsstoff sorgte unter den Fans die Personalie Benjamin Silbermann, der zunächst nur Ersatz war. Unverletzt letztmalig auf die Bank musste der 30-jährige Kapitän mit 18 (!) Jahren. „Es tat schon weh, diese Entscheidung dem einen oder anderen mitzuteilen. Benni hat gegen Celle viel geackert und auf einer sehr laufintensiven Position gespielt. Seine Qualität brauchte ich vor allem in der Schlussphase unseres Abnutzungskampfes und nicht zu Beginn. Sonst wäre es für ihn nach 60 Minuten und nach diesem Pokalspiel eng geworden.“ Selbiges galt für das Duo Francesco Sabatino und Stefan Kaßmann, „die am Freitag auf laufintensiven Schlüsselpositionen gespielt haben“, begründete Otte seine Personal-Entscheidungen und war umso erleichterter, dass die Mannschaft gestern die letzten Kraftreserven mobilisieren konnte.
Quelle: AZ-Online