Bodenteichs schwarze Serie hält an

Emmendorf. Es bleibt alles beim Alten: Fußball-Bezirksligist TuS Bodenteich kann gegen den SV Emmendorf nicht punkten, geschweige denn gewinnen.

Ungewohntes Gefühl: Der Emmendorfer Benjamin Silbermann (links gegen Jan Bendig) war zunächst nur Ersatz. Davor stand er das letzte Mal mit 18 Jahren nicht in der Startformation. Fotos Marud

Selten war die Chance so groß wie bei der 1:2-Auswärtsniederlage am gestrigen Sonntag, um dieser jahrelangen Statistik ein Ende zu setzen.

Die Bodenteicher profitierten von Emmendorfs Einsatz im Bezirkspokal-Viertelfinale. 48 Stunden nach der 0:6-Packung gegen den TuS Celle FC wirkte der SVE müde und hatte nach der Pause gegen die überlegenen Bodenteicher Probleme. „Wir waren drückend überlegen und in der zweiten Halbzeit engagierter“, ärgerte sich der TuS-Trainer Daniel Fleischer. Schon nach zwölf Minuten brachte Ole Hinrichs die Gäste mit 1:0 in Führung. Oliver Harms glich in einer temporeichen und teils hart geführten Partie nach 36 Minuten per Foulelfmeter aus. Ein kapitaler Schnitzer von Timo Westerfeld ermöglichte Daniel Meyer den schmeichelhaften Siegtreffer (60.). Der Stürmer schloss den Konter mit einem Alleingang ab.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Zunächste scheiterte Kim Winter schon nach 60 Minuten am starken SVE-Keeper David Meyer. Hinrichs freute sich über sein 2:2-Tor zu früh (77.), denn die Niebuhr-Hereingabe war vorher im Aus. Auf der Gegenseite vergaben Francesco Sabatino und Marcel Albry bei den wenigen Entlastungsangriffen Riesenchancen zum 3:1 (80., 81.). In der Nachspielzeit schoss der Bodenteicher Jan Bendig aus fünf Metern übers Tor. „Es ist unverdient, dass wir hier nichts mitgenommen haben“, haderte Fleischer.

Emmendorfs Trainer Achim Otte war indes hocherfreut über dieses Resultat. „Nach einer 0:6-Niederlage ein Spiel zu drehen, finde ich fantastisch.“ Für jede Menge Gesprächsstoff sorgte unter den Fans die Personalie Benjamin Silbermann, der zunächst nur Ersatz war. Unverletzt letztmalig auf die Bank musste der 30-jährige Kapitän mit 18 (!) Jahren. „Es tat schon weh, diese Entscheidung dem einen oder anderen mitzuteilen. Benni hat gegen Celle viel geackert und auf einer sehr laufintensiven Position gespielt. Seine Qualität brauchte ich vor allem in der Schlussphase unseres Abnutzungskampfes und nicht zu Beginn. Sonst wäre es für ihn nach 60 Minuten und nach diesem Pokalspiel eng geworden.“ Selbiges galt für das Duo Francesco Sabatino und Stefan Kaßmann, „die am Freitag auf laufintensiven Schlüsselpositionen gespielt haben“, begründete Otte seine Personal-Entscheidungen und war umso erleichterter, dass die Mannschaft gestern die letzten Kraftreserven mobilisieren konnte.

Quelle: AZ-Online

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