Federballspaß im Doppelpack – Badminton-Schleifchenturnier in Bodenteich
Wenn an einem Wochenende 86 Menschen freiwillig in einer Sporthalle stehen, um bunte Schleifchen zu jagen, dann weiß man: Es ist wieder Zeit für unser Badminton-Schleifchenturnier. Und dieses Jahr hatte alles, was ein gutes Turnier braucht: spannende Spiele, übermotivierte Erwachsene, hochkonzentrierte Kinder, ein Buffet, das fast ein eigenes Turnier verdient hätte – und Karten, die im Eifer des Gefechts ihr Leben ließen.
Samstag: Kinderturnier mit Turbo-Modus und Papieropfern
Mit 46 Kindern und einer Menge Betreuern, Eltern und weiteren Begleitern und Zuschauern, war die Halle so voll, dass man kurz davor stand, Einbahnstraßen einzuführen. Turnierorganisator Sigi Martel hatte sich spontan überlegt, die Horde in zwei Altersgruppen aufzuteilen und einen zeitbasierten Modus spielen zu lassen, der für ordentlich Tempo sorgte. Peter Lapöhn übernahm die überaus wichtige Rolle des Zeitnehmers, die es beim Badminton normalerweise so nicht gibt, und sorgte für den reibungslosen gleichzeitigen Start und das gleichzeitige Ende der Matches.








Der epische Kampf ums Kartenziehen
Das Highlight des Tages fand jedoch zwischen den Spielen statt: beim Kartenziehen. Dort zeigte sich, dass die Karten deutlich zartbesaiteter waren als die Spieler – und Badminton plötzlich Züge eines Kontaktsports annahm. Kaum hielt Sigi die Karten für die nächste Runde in die Höhe, scharte sich eine enge Traube aus Kindern um ihn herum. Und schon dabei konnte man erkennen, wie viel Energie in unseren Spielerinnen und Spielern steckt, denn im Eifer des Gefechts zeigte sich, dass die Vorfreude aufs nächste Match manchmal stärker ist als die Reißfestigkeit von Papier. Eigentlich hätte man für´s Kartenziehen noch einen Schiri gebraucht. Nächstes Mal…
Schläger als Kunstwerke
Am Ende des Tages waren die Schläger so toll geschmückt, dass man sie problemlos in einer Kunstausstellung hätte platzieren können. Entsprechend stolz waren die Kids, die den Schlägerschmuck erkämpft hatten.
Sonntag: Erwachsenenturnier – zwischen Übermotivation und Buffet-Strategie
Am Sonntag übernahmen die 40 Erwachsenen die Felder – und bewiesen eindrucksvoll, dass Spielfreude keine Altersgrenze kennt. Die zugelosten Doppelpaarungen sorgten für überraschende Kombinationen, spontane Teamchemie und gelegentlich für Blicke, die sagten: „Wir schaffen das… irgendwie.“ Turnierorganisator Jörg Scheffel war zunächst höchst zufrieden mit der Anzahl der Spieler, denn es ging genau auf – 5 Felder, 40 Spieler, zwei Runden bis zur nächsten Auslosung – Oberperfekt!
Rundenplan? Ein Vorschlag.
Der rundenbasierte Ablauf war theoretisch eine gute Idee. Praktisch wurde er jedoch von zwei Kräften herausgefordert:
- Übermotivierte Spieler, die beschlossen, dass Warten überbewertet wird und schon wieder eine Karte zogen, obwohl sie noch gar nicht dran waren.
- Strategisch denkende Spieler, die das Buffet als legitimen Teil des Turniers betrachteten und es als taktisches Element nutzten: Eine etwas längere Pause hier, ein zweites Stück Kuchen dort — Kondition ist schließlich auch eine Frage der Prioritäten.









Das Buffet – heimlicher Turniersieger
Das Buffet war so reichhaltig und vielfältig, dass es eigentlich selbst ein Schleifchen verdient hätte. Von süß bis herzhaft, von leicht bis „ich brauch danach eine Pause“ war alles dabei. Herzlichen Dank an alle, die gebacken, geschnippelt und Leckereien gezaubert haben – es war Spitze!
Preise, die sich sehen lassen können
Zum Abschluss des jeweiligen Turniertags wurden die Siegerinnen und Sieger jeweils mit einem Beutel voll gesunden Müslis und Porridges einer regionalen Mühle belohnt – also genau dem, was man braucht, um beim nächsten Turnier konditionell nicht wieder am Buffet zu stranden. Bei den Kids wurden in beiden Altersklassen jeweils das beste Mädchen und der beste Junge geehrt, bei den Erwachsenen wurde ebenso unterschieden zwischen Erwachsenen und teilnehmenden Nachwuchsspielern.
Fazit: Ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt
Zum Schluss bleibt nur zu sagen: Dieses Schleifchenturnier hatte alles, was ein sportliches Wochenende braucht — ehrgeizige Kinder, übermotivierte Erwachsene und ein Buffet mit Sogwirkung. Ein Turnier, das wieder einmal gezeigt hat, wie lebendig und herzlich unsere Badminton-Gemeinschaft ist. Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die organisiert, aufgebaut, gebacken, betreut, Punkte gezählt und dafür gesorgt haben, dass niemand hungrig, durstig oder schleifchenlos bleiben musste. Ein besonderer Dank gilt dabei der Zeitnahme, die mit stoischer Ruhe und beeindruckender Präzision dafür sorgte, dass der Zeitplan nicht nur existierte, sondern sogar eingehalten wurde — selbst dann, wenn die Spielerinnen und Spieler vor Begeisterung am liebsten noch ein paar Ballwechsel drangehängt hätten.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Schleifchenturnier – bleibt alle fit und gesund!
…und trainiert fleißig!
Für die Badmintonabteilung
Sigi Martel