Eine gute Halbzeit reichte nicht

Bezirksliga-Aufsteiger FC SG Gartow verliert gegen TuS Bodenteich mit 1:3 und liegt nun auf Platz 16

Mithalten können sie, gewinnen aber noch nicht – Aufsteiger FC SG Gartow wartet in der Fußball-Bezirksliga weiter auf den ersten Sieg. 1:3 (1:0) verlor der FC SG gestern in Gorleben vor über 100 Zuschauern gegen den TuS Bodenteich und rutschte mit weiterhin erst einem Zähler auf dem Konto auf Platz 16 ab. In Panik gerät der Aufsteiger aber nicht. „Auch das haut uns nicht um“, bilanzierte FC-SG-Trainer Karsten Kiehn. Ärgerlich sei die Niederlage aber schon, da der FC SG „die Chance auf einen Sieg hatte. In Halbzeit eins müssen wir 2:0 oder 3:0 führen“, trauerte Kiehn guten Chancen hinterher. Nach der Pause bekam der FC SG allerdings nicht mehr viel zustande und verlor letztlich nicht unverdient, da der spielbestimmende Gast einfach mehr aus seinen Chancen machte und nach dem zweiten Saisonsieg im Tabellenmittelfeld steht.

Besser hätte der FC SG dastehen können – wenn er denn in Halbzeit eins mehr als nur einmal eingenetzt hätte. Gelegenheiten hatte er genug. Der TuS Bodenteich startete zwar stürmisch. Und nur dank Markus Lehmann geriet der FC SG nach zwei Minuten nicht in Rückstand, nachdem der Keeper einen Ball noch an die Torlatte gelenkt hatte. Doch dann bekam der Gastgeber den Gegner immer besser in den Griff, wurde sicherer, ließ bis zur Pause keine gute TuS-Chance mehr zu und trat immer mutiger auf. Und mit dem Wind im Rücken spielte der FC SG gezielt lange Bälle auf seine lauernden Spitzen Joris Thunecke und Till-Friedrich Kühle. Sechs richtig gute Chancen spielte sich der FC SG so heraus. Fünf besaß alleine Kühle, der immer wieder frei vor dem TuS-Torwart auftauchte. Doch nur eine Chance nutzte Kühle – die aber sehenswert, als er nach einem Lehmann-Abschlag den Ball über den Keeper ins Tor lupfte (34.).

Doch in der Pause verließ den FC SG Gartow der Mut. Der ließ sich wie in der Vorwoche beim 1:2 in Bardowick in die eigene Hälfte drängen und geriet immer mehr unter Druck. Schwierigkeiten im Spielaufbau kamen hinzu gegen einen forscher spielenden Gast, Konter blieben stets im Ansatz stecken. Der TuS besaß nun wie in Halbzeit eins mehr Ballbesitz, wusste aber damit nun mehr anzufangen. Und nach 56 Minuten nutzte der Gast seine dritte gefährliche Situation in Halbzeit zwei zum Ausgleich, als der FC SG eine Flanke nicht gut genug geklärt hatte. Und vier Minuten darauf hieß es aus FC-Sicht sogar 1:2, als TuS-Stürmer Kevin Venancio freistehend eingeköpft hatte, während der Gastgeber auf einen Abseitspfiff gewartet hatte.

Zwar bemühte sich der FC SG, doch seine Angriffe wurden stets früh vom TuS gestoppt. Und als Kim Winter nach 87 Minuten bei einem schnellen TuS-Vorstoß zum 3:1 eingenetzt hatte, war das Match endgültig entschieden. „Schade, da war mehr drin“, meinte Kiehn mit vielen FC-SG-Fans. „Aber in Halbzeit zwei haben wir unser gutes Spiel eingestellt.“

Quelle: ejz.de

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